Verbandsgeschichte ab 2001

Am 28. Januar 2001 findet anlässlich des 60. Geburtstages unseres 1. Vorsitzenden Günter Wunderle ein Stehempfang im Atrium-Hotel statt. Bei der sehr gelungenen Veranstaltung mit tollen Showeinlagen bekannter Stars sind Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Schaustellergewerbe zugegen.

Auf Initiative von DSB-Vizepräsident Lorenz Kalb werden die Delegiertentage des Deutschen Schaustellerbundes e.V. reformiert und gestrafft. Die Finanzierung ist dabei so geregelt, dass die Delegiertentage ohne Interschau auch von kleineren Verbänden ausgerichtet werden können. Beschluss darüber wurde beim Delegiertentag 2005 in Herford gefasst.

Beim Delegiertentag 2003 in Oldenburg wurde unser Funktionsträger, Herr Lorenz Kalb, zum Vizepräsident für Organisationsfragen in das Präsidium des Deutschen Schaustellerbundes e.V. gewählt.

Seinem Engagement ist es u.a. zu verdanken, dass ab 2006 die „Delegiertentage mit Interschau“ im zweijährigen Wechsel an die Städte Hannover und Nürnberg als feste Messestandorte vergeben wurden.

Ab 2004 wird für die Delegiertentage eine Person aus der Verwaltung mit der Organisation eines gepflegten Delegiertenessens beauftragt. Damit soll der Zusammenhalt innerhalb der Delegation gefördert werden, was aber auch der Kontaktpflege zu den anderen Verbänden dienen soll. Dies hat sich als sehr positiv herausgestellt und z.B. zum intensiven und vorbildlichen Kontakt zum Verband Kassel geführt.

Die Geschäftsstelle wird mit einer neuen Mitarbeiterin gestärkt. Es handelt sich um Frau Ramona Strobel, die am 01. Januar 2005 den Dienst antritt. Mit Frau Strobel konnte eine Mitarbeiterin gewonnen werden, die sich mit ihrer Ausbildung als Steuerfachgehilfin als ideale Ergänzung der Belegschaft zur Bewältigung der Aufgaben zeigt.

Am 01. September 2005 kann in Nürnberg ein weiterer Meilenstein gesetzt werden: Das neuerbaute Bratwursthaus am Ludwigsplatz in Nürnberg kann unter Erlaubnis der Ganzjahresnutzung in Betrieb gehen. Damit haben die jahrelangen und von unserer Seite oftmals hartnäckig geführten Verhandlungen mit den zuständigen Stellen der Stadt Nürnberg und den Anliegern zum Ziel geführt. Der Neubau wurde wieder aus einem Baukostenzuschuss des Beschickerkreises finanziert.

Beim Delegiertentag 2006 in Hannover wird das neue Maskottchen des DSB, das „Herz der deutschen Volksfeste“ von Vizepräsident Edmund Radlinger erstmals präsentiert. Bei der Einführung des Herzmotivs hat sich Vizepräsident Lorenz Kalb besonders aktiv hervorgetan und dafür gesorgt, dass das Motiv auf Zaunplanen, neuen Aufklebern und anderen Werbeträgern angebracht und verbreitet wurde.

Bei der Jahreshauptversammlung am 31. Januar 2007 stellen sich die bisherigen Vorstände Günter Wunderle und Heinz Metz nach über 22jähriger gemeinsamer und erfolgreicher Amtszeit nicht mehr zur Wahl. In die Position des 1. Vorsitzenden wird Herr Lorenz Kalb, zum 2. Vorsitzenden Herr Rudi Bergmann gewählt. Noch während der Versammlung werden die beiden ausgeschiedenen Vorstände auf Vorschlag des neuen geschäftsführenden Vorstandes zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Bereits mit den ersten Verwaltungssitzungen unter dem neuen geschäftsführenden Vorstand werden die Verwaltungsmitglieder in höherem Maße als bisher in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Als positive Auswirkung der Wahlen ist aber auch eine beträchtliche Reduzierung des Durchschnittsalters der Verwaltung zu verzeichnen.

Am 29. März 2007 wird vom Verband erstmals ein Jahresempfang ausgerichtet. Unter Anwesenheit von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und weiteren hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Schaustellergewerbe werden die beiden ausgeschiedenen Vorsitzenden verabschiedet. Dabei wird Günter Wunderle mit dem neuen Ehrenpreis des Verbandes, einem Karussellpferd aus Spezialanfertigung, aufgrund seiner Verdienste um Verband und Berufsstand ausgezeichnet. Die Ehrung nimmt der Nürnberger Oberbürgermeister persönlich vor.

Frau Käthe Strößner, unsere verdiente Mitarbeiterin, wird am 23. April 2007 anlässlich einer großen Feierstunde im Max-Joseph-Saal der Residenz in München von Frau Staatsministerin Christa Stewens zum 60jährigen Arbeitsjubiläum geehrt. Sie nimmt die Urkunde aus der Hand der Staatsministerin hocherfreut und voller Stolz entgegen. Frau Strößner geht trotz ihres hohen Alters von 86 Jahren immer noch regelmässig ihrer Arbeit nach.

Herr Georg Karambatsos tritt am 01. November 2007 die Nachfolge des bisherigen Geschäftsführers Willi Dahinten an, der seinen Ruhestand antritt. Herr Dahinten bleibt noch bis nach dem Frühlingsfest 2007 beratend in der Geschäftsstelle tätig.

Am 4. November 2007 stirbt Mitarbeiterin Käthe Strößner nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren. Der Verband verliert mit ihr eine hochgeschätzte Mitarbeiterin und Kollegin, die sich als Persönlichkeit und Respektsperson bis zum letzten Tag ihrer Arbeit für „ihren“ Schaustellerverband außergewöhnlich eingesetzt und verdient gemacht hat.

Herrn Günter Wunderle wird in einem Festakt am 14. Dezember 2007 aufgrund seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als 1. Vorsitzender und seiner großen Verdienste um unseren Verband und den Berufsstand der Schausteller das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Auszeichnung nimmt der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Herr Dr. Günther Beckstein, persönlich vor.


Hauptvorstand des Deutschen Schaustellerbundes e.V. tagt in Nürnberg.

Vom 14. bis 15. November 2008 richtet unser Verband in der fränkischen Volksfestmetropole Nürnberg die 172. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes aus. Zum Abschluss der Saison stehen wichtige verbandspolitische Themen auf der Tagesordnung. Unser Verband, der in diesem Jahr sein 120jähriges Jubiläum feiern kann, sorgt mit einem tollen Rahmenprogramm für einen erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung unseres Dachverbandes.

Im Vorfeld der Arbeitstagung hat Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly die DSB-Vertreter zu einem Empfang in das historische Nürnberger Rathaus geladen. Dr. Maly verweist in seinem Grußwort, in dem er mit einer beeindruckenden Sachkenntnis glänzt, auf die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Nürnberger Volksfeste und Weihnachtsmärkte und dankt dem Süddeutschen Verband für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. In seiner Funktion als 1. Vorsitzender unseres Verbandes bedankt sich Herr Lorenz Kalb für die lobenden Worte des Oberbürgermeisters. Er weist auf die Tatsache hin, dass die Stadt Nürnberg mit unserem Verband und den Schaustellern in Nürnberg verlässliche Partner hat. Seit 1919 veranstalten die Schausteller für die Stadt die Nürnberger Volksfeste. Jeder, der hinter die Kulissen blickt, wird erkennen, dass von den Schaustellern dabei das ganze Engagement, aber auch das Herz in die Waagschale gelegt wird. Gerade in den letzten Jahren zeigt die jahrelange Aufbauarbeit ihre Früchte und von überall ist zu hören, dass es aufwärts geht.

Die Zusammenarbeit mit den städtischen Vertretern im Arbeitsausschuss für die Nürnberger Volksfeste ist sehr gut. Das beweist übrigens auch die Anwesenheit aller Mitglieder des Ausschusses bei diesem Empfang. Gerade die innovativen und imagefördernden neuen Ideen, die wir gemeinsam umgesetzt haben, sorgten für bundesweite Aufmerksamkeit und brachten für die Volksfeste neues Ansehen. Konstante Besucherzahlen zwischen 1,5 und 2 Millionen sowie die überregionale Berichterstattung zeigen den Wert der Volksfeste als allerbeste Städtewerbung.

Unser Hauptverband engagiert sich umfassend in der Stadt Nürnberg. Die Nürnberger Kinderweihnacht ist seit ihrer Gründung im Jahre 1999 ein nicht mehr wegzudenkender Baustein der Weihnachtsstadt Nr. 1 in Deutschland und gleichzeitig unser Vorzeigemodell.

Als es vor einigen Jahren berechtigte Sorgen um die Attraktivität des Nürnberger Christkindlesmarktes gab, war es der Süddeutsche Schaustellerverband, der als erster Verband mit einem 16-Punkte-Programm aufwartete und Lösungsvorschläge einbrachte. Am eingesetzten runden Tisch und in den verschiedenen Arbeitsgruppen, in denen wir seither mitarbeiten, wurden viele gute Lösungen erarbeitet und realisiert, so dass es auch beim wichtigsten Markt in Nürnberg, dem Christkindlesmarkt, wieder aufwärts geht.

Einen Höhepunkt des Bürgermeisterempfangs bildet die Ehrung des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein für seine Verdienste um die Sicherung von Volksfesten. In seiner Laudatio nannte DSB-Präsident Albert Ritter Dr. Beckstein einen guten Freund der Schausteller, der mit seinem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Schaustellergewerbes und der Volksfeste geleistet habe.

Im Anschluss an den Rathausempfang hat der Süddeutsche Verband reisender Schausteller und Handelsleute e.V. anlässlich seines Jubiläums zu einer großen Abendveranstaltung mit prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung auf die Nürnberger Kaiserburg geladen. Mit brillanten Grußworten stimmten Joachim Hermann, Innenminister des Freistaates Bayern, Staatsminister Günter Gloser, DSB-Präsident Albert Ritter und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly auf den Festakt zum 120jährigen Bestehen unseres Verbandes ein, der mit einer eindrucksvollen Festrede unseres 1. Vorsitzenden eröffnet wird. Das eindrucksvolle Ambiente im Hof der Kaiserburg und im Rittersaal, die ausgezeichnete Bewirtung und die angenehme Atmosphäre bilden die Basis für einen wunderbaren Abend, der in den historischen Kellergewölben eines Altstadtlokals bei einem gemütlichen Beisammensein seinen krönenden Abschluss findet.

Im Rahmen des Festaktes wird Geschäftsführer Willi Dahinten, der von 1993 bis 2007 die Geschäftsstelle unseres Verbandes mit großem Geschick und Einfühlungsvermögen leitete, von den Vorständen Lorenz Kalb und Rudi Bergmann mit Lob und Dank in den Ruhestand verabschiedet. Er hat sich nach seinen Worten bei den Schaustellern immer sehr wohl und gut behandelt gefühlt, wozu Goethes Zitat aus Faust 1 „Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein“ treffend passt. Von besonderer Bedeutung für die anerkannte Arbeit war jedoch das von Vorständen und Verwaltung entgegengebrachte Vertrauen und das hochqualifizierte Team in der Geschäftsstelle.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Hauptvorstandssitzung. Das Präsidium und die Hauptgeschäftsführung informieren u.a. über die Gespräche mit den Städten und Gemeinden zur Zukunftssicherung von Volksfesten, Klagen auf Standplatzzuweisung, Anerkennung der Volksfeste als immaterielles Kulturgut, Investitionsförderung im Schaustellergewerbe, Produktsicherheit, Sondierungsgespräche mit der ZAV und die Entwicklungen in der Bildungsarbeit. Im Bereich der Berufsfragen standen die Diskussion um Windlastzonen, Sonn- und Feiertagsfahrverbot und Sicherheitsstandards im Vordergrund. Der Stand der Vorbereitungen zum Delegiertentag 2009 in Berlin, Volksfest-Veranstalterschulungen sowie Aktuelles zu den Themen Marketing, Öffentlichkeits-arbeit und Finanzfragen bilden weitere Schwerpunkte.

Zum Abschluss der 172. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes dankt Präsident Albert Ritter dem Süddeutschen Verband reisender Schausteller und Handelsleute e.V. für eine hervorragende Ausrichtung.

Bei der Jahreshauptversammlung am 31. Januar 2009 stellen sich die bisherigen Vorstände Lorenz Kalb und Rudi Bergmann nach erster erfolgreicher Amtszeit von 2 Jahren erneut zur Wahl. In die Position des 1. Vorsitzenden wird Herr Lorenz Kalb, zum 2. Vorsitzenden Herr Rudi Bergmann mit Mehrheit wiedergewählt.