Sektion Bayreuth

Die Sektion Bayreuth im „Süddeutschen Verband reisender Schausteller und Handelsleute e.V., Sitz Nürnberg“, der heute 25 Mitglieder angehören, wurde 1923 gegründet.

Damals fanden die drei wichtigsten Volksfeste – Mariae Lichtmeß, Pfingsten und Martini – in Verbindung mit Verkaufsmessen auf den Schlachthofwiesen an der Unteren Au statt, letztmals 1929. Der Volksfestausschuss, dem die Sektion angehörte, gab den begehrten Standort auf. Ab 1930 veranstaltete die Stadt das traditionelle Volksfest an der Oberen Au. Aus politischen Gründen wurde die Sektion 1933 aufgelöst. Die nunmehr verbotene Fahne versteckte Glasermeister Pfeiffer auf seinem Dachboden. Erst zehn Jahre nach Kriegsende schlossen sich, zur Wiedergründung der Sektion, vierzehn Bayreuther Schausteller zusammen. Am 26. November 1955 fand in der Gaststätte „Frühhaber am Main“ die Gründungsversammlung statt. Den Vorsitz übernahm Klaus Heitmann.

Aufgaben für die junge Sektion gab es genug. Das Frühlingsfest, bis 1955 nur unregelmäßig und an zwei Wochenenden abgehalten, galt es wieder zu beleben. Ab 1956 wurde unter Eigenregie der Sektion das erste durchgehende Frühlingsfest veranstaltet. Die alte Verbandsfahne wurde 1958 im Gemeindehaus neu geweiht. Das beliebte Volksfest wurde von neun auf elf Festtage verlängert, mit Hochfeuerwerk am Eröffnungs- und Schlusstag versehen. 1961 konnte ein neues großes Festzelt mit massivem Fußboden und attraktiven Dekorationen eingeweiht werden. Anna Kürzdörfer übernahm 1963 die Sektionsleitung. Wegen städtischer Maßnahmen (Bau einer Durchgangsstraße, Entstehung des Sportzentrums) mußte der alte zentrumsnahe Volksfestplatz aufgegeben werden. Nach relativ kurzer Bauzeit entstand 1964 an der „Äußeren Badstraße“ ein vorbildlich ausgebauter Festplatz, versehen mit einer Ringstraße. Der Termin wurde ab 1968 auf Pfingsten verlegt. 1970 wurde unter Mitwirkung der Bayreuther Faschingsgesellschaften das erste Faschingstreiben auf dem Luitpoldplatz abgehalten. Seitdem werden die „Tollen Tage“, ab 1984 in der guten Stube von Bayreuth, dem Marktplatz, in Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsverein, den Faschingsgesellschaften und der Sektion, durchgeführt. Alfred Emmrich wurde 1972 zum Sektionsleiter gewählt.

Am 21. November 1980 konnte die Sektion ihr 25-jähriges Jubiläum begehen. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hans Walter Wild wurde in der Stadthalle Bayreuth unter Beisein zahlreicher Ehrengäste das Jubiläum gefeiert. Dabei wurde die neue Vereinsfahne eingeweiht. Über 25 Verbandsfahnen, darunter die Bundesfahne des Deutschen Schaustellerbundes, gaben ihr das Geleit.

Hervorzuheben ist die stets gute und harmonische Zusammenarbeit mit den verdienstvollen Oberbürgermeistern der Stadt Bayreuth – Altoberbürgermeister Hans Walter Wild – und Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz sowie das partnerschaftliche Verhältnis zum Fremdenverkehrsverein Bayreuth unter der jetzigen Leitung von Direktor Jo Schumacher. Seit 1995 leitet die Geschicke der Sektion Dieter Reil.

Im Jahr 1999 trat Michael Korn in die Vorstandschaft der Sektion als 2. Vorsitzender ein. Sein Vorgänger Rudolf Maisel verzichtete auf eine Kandidatur für dieses Amt, das er seit 1995 versah.

2001 fand dann ein Wechsel an der Sektionsspitze statt. Dieter Reil, der für das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr kandidierte, wurde von Michael Korn abgelöst. Als 2. Vorsitzender wurde Werner Widmann in die Vorstandschaft gewählt.

Ein lange gehegter Traum ging für die Sektion Bayreuth im Jahr 2001 in Erfüllung. Der betagte Eingang zum Bayreuther Volksfest wurde durch ein neues, modernes und funktionelles Eingangsportal ersetzt. Damit wurde eine Vision erfüllt, die bereits vor 10 Jahren noch unter dem Sektionsleiter Emmrich geboren wurde. In Zusammenhang mit der Stadt Bayreuth war es der Sektion möglich, den gesamten Eingangsbereich zu sanieren und den neuen Eingang zu errichten.

Die Sektion blickt nun in die Zukunft und freut sich schon jetzt auf das 50. Gründungsjubiläum, das im Jahr 2005 stattfand und gebührend gefeiert wurde.