Sektion Coburg

Nach der Wiedergründung des Süddeutschen Verbandes reisender Schausteller und Handelsleute e.V. beim Frühlingsfest 1947 in Nürnberg beschlossen einige Coburger Schausteller unter Führung des späteren Vorstands Arthur Mölter die erste Neugründung einer Sektion im Hauptverband nach dem Kriegsende. Am 1. März 1948 war es soweit, die Sektion wurde gegründet.

Die Coburger Schausteller sahen sich dabei vor einer schwierigen Aufgabe: Durch die Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg, wurde die oberfränkische Stadt in unmittelbarer Nähe des Thüringer Waldes von ihrem bisherigen östlichen Hinterland und dessen Reiseroute getrennt, so dass nunmehr neue Plätze und Verdienstmöglichkeiten gefunden werden mussten. Dies gelang unter großem persönlichen Einsatz aller Beteiligten.

Die Fahnenweihe der Sektion wurde am 04. März 1968 unter großer Teilnahme heimischer und auswärtiger Schausteller festlich begangen. Pastor Eugen Stegmann bezeichnete die Fahne als Symbol des Friedens und ein einigendes Band für das reisende Gewerbe. Am 20. Februar 1969 feierte die Sektion ihr 20-jähriges Jubiläum. Aus Anlass des 25jährigen Jubiläums, das am 10. März 1973 gefeiert wurde, erhielt der Schausteller-Pionier Arthur Mölter vom Verbandsvorsitzenden und Mitbegründer des Deutschen Schaustellerbundes e.V. Lorenz Schweizer den „Goldenen Ehrenring des Deutschen Schaustellerbundes.“ Knapp ein Monat später verstarb der so Geehrte im Alter von 78 Jahren.

Sein Sohn Harald leitete als Nachfolger bereits seit dem Frühjahr 1968 die Geschicke der Sektion bis zum 09. November 2000. An diesem Tag übernahm Ralf Pazdera die Führung. Mit ihm und dem neu gewählten Kassier Terry Fertsch kam frischer Wind in die Sektion. Helga Lentz fungierte zunächst als Schriftführerin, übergab aber dieses Amt 2002 in junge Hände. Mit Kevin Pazdera, Sohn des 1. Vorsitzenden, geht es mit Volldampf ins dritte Jahrtausend.

Mit nunmehr 19 Mitgliedern wurde ein neues Konzept erfolgreich umgesetzt. Insbesondere lag es dem neuen Team am Herzen, das Coburger Frühlingsfest zum ersten bedeutenden Open-Air-Event in der Region zu machen. Von zusätzlichen Werbemaßnahmen bis zum Sicherheitsdienst kamen weitere Neuerungen auf den Anger. Der Platz wurde umgestellt und der Parkbereich nach vorne verschoben. Moderne und attraktive Fahrgeschäfte ziehen seitdem wieder große Besucherscharen auf den Anger.

Die Sektion Coburg führte im Jahr 2006 auch das neue Herz-Logo des Deutschen Schaustellerverbandes e.V. ein: „Volksfest – wir machen Freizeit zum Vergnügen.“ Dieses Motto passt exakt auf die Coburger Schausteller, die mit ihrem sozialen Engagement und ihrem fränkischen Humor auf allen Plätzen unserer Republik beliebt und geachtet sind.